Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der russische Kunstwalzer über Glinka, Tschaikowsky und weiteren Komponisten zu beachtlicher Ausdrucksstärke.
Daneben aber gab es immer den im wörtlichen Sinn im Volk verankerten (Tanz-)Walzer mit dem „fröhlichen Moll“, der eine Domäne der Militärmusik war und blieb.
Diese musikalisch wertvollen Walzer werden heute immer noch geschätzt und im Falle des „Second Waltz“ aus der „Jazz Suite“ von Dmitri Schostakowitsch eroberte es das Publikum im Sturmlauf.
Dem Komponisten Pavel Stanék ist es gelungen, einen jener heiter-melancholischen (Tanz-)Walzer zu komponieren, wie sie das Publikum liebt. Darüber hinaus eröffnet er vielen Blasorchestern eine neue Facette im Repertoire solider Unterhaltung.
„Russian Waltz“ (Russischer Walzer) verdeutlicht einige der Eigenschaften, die das Schaffen von Pavel Stanék kennzeichnen: Melodischer Einfallsreichtum, Gefühl für musikalische Form und die Anwendung der gesamten Palette der Orchesterklangfarben.
Im ersten Teil wird die melancholisch-fröhliche Melodie von Tenorinstrumenten und Klarinetten vorgestellt, die hohen Holzbläser umspielen diese Melodie mit „walzertypischen“ Achtelfiguren. Im Trio dominieren dagegen vor allem die weichen Flügelhorn und das Altsaxophon. Die Zwischenteile werden jeweils von strahlenden Trompeten übernommen. Am Schluss schwelgt das ganze Orchester in der Melodie, bevor der „Russische Walzer“ mit einem sanften „ritardando“ zu Ende geht.
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Artikelnummer: 2492
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